Wustweiler Brief 2015

Wustweiler Brief 2015

Hallo Ihr Lieben in Nah und Fern,
nun neigt sich das Jahr 2015 dem Ende zu; eine gute Gelegenheit, Euch Ex-Wuschdweilerern unsere Weihnachtsgrüße zu überbringen und Euch mit der 32. Auflage unseres „Wustweiler Briefes“ über das ereignisreiche Jahr 2015 auf dem Laufenden zu halten.


Das Jahr begann mit dem traditionellen Neujahrsempfang mit einem Neujahrsfrühstück in der geschmackvoll hergerichteten Seelbachhalle. Unser neuer Ortsvorsteher Knut Kirsch führte souverän durchs Programm und begrüßte neben Wustweilern auch zahlreiche Gäste aus den benachbarten Gemeinden. Selbstverständlich waren auch unsere Freunde aus Woustviller gekommen. Wir verbrachten einen kurzweiligen Vormittag mit gutem Essen und interessanten Gesprächen. Auch eine Theatereinlage hat nicht gefehlt; herzlichen Dank an die Ischele, insbesondere an Thomas Kuhn und seine Schauspielerinnen.

 

Zweimal ausverkauft, was sonst, unsere beiden Kappensitzungen im Januar! Tolle Tanzeinlagen unserer Mädchengarden, ein Männerballett, das die Zuschauer aus den Sitzen riss, geschliffener politischer Witz, herrliche Büttenreden und gehobener Nonsens, einfach närrisch gut!

 

Die Teilnahme unseres schönen Heimatortes am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, für die sich der Ortsrat einstimmig noch Ende 2014 ausgesprochen hatte, hat das Jahr dann ab April wie ein roter Faden durchzogen. In einer Bürgerversammlung wurde das Projekt vorgestellt und 4 Arbeitsgruppen wurden initiiert. Erfreulicherweise haben auch viele Wustweiler „Neubürger“ sich dem Vorhaben „Unser Dorf hat Zukunft“ angeschlossen. Es ist ein nuancenreiches Projekt, da hier außer der Grüngestaltung soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen maßgeblich dazugehören.

 

Mit zahlreichen Aktionen haben wir es geschafft, unseren Ort nicht nur schöner sondern auch zukunftsfester zu machen. Belohnt wurden wir mit dem 1. Platz im Kreisentscheid; wir siegten knapp vor den Hirzweilern. Überzeugt haben wir mit dem „Essbaren Dorf“, ein Teilprojekt, das wir im Frühjahr 2016 mit einem Garten „Links der Ill“ verwirklichen wollen. Ebenso soll im kommenden Jahr der geplante Keltenwanderweg realisiert werden. Dass wir Potential haben, bescheinigte uns dann auch die Landeskommission- im Landesentscheid wurden wir Dritter!

 

Bei schönem Frühsommerwetter konnte man einen tollen Kirmesplatz besuchen. Zwei große Fahrgeschäfte und ein Kinderkarussell sowie mehrere Verkaufsstände hatten aufgebaut. Die Disco am Samstagabend war sehr gut besucht, die Pumuckel’s und der SV Germania waren mit dem Erlös über die Tage zufrieden. Ebenso die Feuerwehr, die den schon traditionellen Spießbraten am Montag servierte. Allerdings waren die Schausteller nicht zufrieden. Deren Umsatz war mehr als spärlich und es wird schwer fallen sie noch mal nach Wustweiler zu bekommen. Natürlich kann eine kleine Kirmes mit den großen Freizeitparks nicht konkurrieren. Wir werden uns eine andere Form einfallen lassen, wie wir das Patronatsfest „Herz Jesu“ künftig feiern werden.

 

Augen zu und horch – war das diesjährige Motto von Wustock. Zum 13. Mal hatten die Organisatoren wieder eine Benefizveranstaltung organisiert, die ihres Gleichen sucht. 20 Bands bzw. Gruppen aus den verschiedensten Genres boten eine besondere musikalische Vielfalt. Von der mehrköpfigen Bigband mit Swing, Rock und Jazz bis hin zum romantisch, ruhigen Gesangsduo mit Akustikgitarre war alles vertreten. Auch jungen Talenten wurde im Rahmen dieses Festivals eine Bühne geboten, sich zu präsentieren. Der gesamte Erlös kommt, wie all die 19 Jahre zuvor, gemeinnützigen Einrichtungen bzw. besonderen Einzelschicksalen zu Gute. In diesem Jahr konnten insgesamt 18.000,- € an sechs unterschiedliche Einrichtungen verteilt werden. Damit hat das Festival seit 1997 schon über 151.000,- € gespendet. Wir danken allen, ob Künstler, Sponsoren, Organisatoren oder Helferinnen und Helfer. Sie alle haben zu dem riesigen Erfolg beigetragen.

 

Am Samstag, dem 5. Oktober veranstaltete der Freundeskreis IlltalerLand e.V. das zweite kulinarische Wanderwegefest zwischen Eppelborn und Illingen. Bei durchwachsenem Wetter machten sich Scharen von Wanderern auf die 18 km lange Wanderung. Sie rasteten in Wustweiler beim Obst- und Gartenbauverein an der Kelter und bei der Langlaufgemeinschaft im Hosterwald. Erwartungsgemäß kamen dieses Mal noch mehr Wanderer als im vergangenen Jahr. Besonders an der Kelter beim OGBV kehrten viele ein - noch lange sprach man von dem gelungenen Fest.

 

Im Oktober wurde nicht nur gefeiert, sondern auch viel geschafft. Mit großer Begeisterung trafen sich ungefähr 80 Kinder im Feuerwehrgerätehaus, um ihren Rommele ein Gesicht zu geben. Mit Feuereifer waren nicht nur die Kinder am Werk, auch die Eltern und Großeltern entwickelten beim Schnitzen großen Ehrgeiz. Ein herzliches Dankeschön an die Feuerwehr, die ihre Fahrzeughalle zur Verfügung gestellt hat und auch für Essen und Trinken sorgte. Rommelschnitzen ist schwere Arbeit und macht hungrig und durstig. Danach zogen die Kinder mit ihren leuchtenden Rommele nach Hause. Eine ganz tolle Veranstaltung, die auf jeden Fall wiederholt wird. Ganz herzlichen Dank auch an Rainer und Matthias Spreitzer, die auch in diesem Jahr die Rommele beschafften. Die Eigenpflanzungen waren leider den Rehen zum Opfer gefallen.

 

„Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“, wenn Kinder durch die Straßen ziehen, selbst gebastelte Laternen in der Hand haben und fröhlich Lieder singen, ist es Zeit für den St-Martins-Umzug. Das Team des Kindergartens, allen voran Marianne Lorscheid, die zum Ende des Jahres in den Ruhestand geht sowie Eltern, die Pastoralreferentin Bärbel Warken und viele Weitere halfen bei der Vorbereitung. Nach der Andacht in der Kirche, die von Kommunion- und Kindergartenkindern gestaltet wurde, zogen die Kleinen an die Seelbachhalle. Voran ritt Michael Oswald als Sankt Martin. Mit kräftiger Unterstützung des Musikvereins wurden Martinslieder gesungen. An der Halle wartete die Feuerwehr auf alle Beteiligten mit einem prasselnden Martinsfeuer, Kinderpunsch, Glühwein und Brezeln.

 

Ein kultureller Höhepunkt im Jahresverlauf war am Sonntag, dem 25. Oktober das Konzert für Orgel und Trompete, eine sehr beliebte Kombination bei Konzertveranstaltungen. Orgelkonzerte haben in Wustweiler einen festen Platz und sind für ihre hohe Qualität bekannt. Die Orgel in der katholischen Pfarrkirche, benannt nach ihrem Erbauer Thomas Gaida, erfreut sich unter Künstlern hoher Beliebtheit. Organisiert wurde das ganze vom Förderverein Herz Jesu Wustweiler und von Roland Schwarz.

 

Natürlich waren dies nur einige wenige Beispiele was in diesem Jahr in Wustweiler los war. Über die Sommermonate war fast an jedem Wochenende eine Veranstaltung eines Wustweiler Vereines. Das zeigt uns, dass Wustweiler lebt. Das Vereinsleben trägt maßgeblich zum Zusammenhalt der Gesellschaft bei.

 

Auch das nächste Dorffest in 2017 ist schon in der Planung. In diesem Jahr wurde der Vorstand des Dorfgemeinschaftsverein neugewählt. Die Wahlperiode beträgt 3 Jahre. Damit ist jeweils nach der Neuwahl genügend Zeit, das nächsten Dorffest vorzubereiten. Der neue Vorstand hat ein Durchschnittsalter von knapp 30 Jahren. Zum ersten Vorsitzenden wurde Jan Meiser gewählt. Willi Barbian bleibt Organisationsleiter Dorffest. In diesem Verein ist der Generationswechsel gelungen.

 

Im kommenden Jahr wird der Heimat- und Verkehrsverein 50 Jahre. Außerdem besteht die grenzüberschreitende Partnerschaft mit Woustviller 20 Jahre. Beide Jubiläen werden wir in einem geeigneten Rahmen feiern. Damit ist sicher gestellt, dass wir auch im nächsten Jahr wieder etwas zu berichten haben.

 

In der Zeit vom 24./25. und 26. Juni 2016 findet auch in 2016 wieder Wustock statt. Der Dorfplatz vor der Seelbachhalle wird von Musik erfüllt sein. Vielleicht kann die eine oder der andere von Euch nächstes Jahr dabei sein.

 

Ein herzliches Dankeschön geht an unseren langjährigen Vorsitzenden Herbert Eiden für seinen Einsatz im Heimat- und Verkehrsverein Wustweiler, der am 23.11.2015 den Vorsitz abgab. Ebenso gilt unser Dank Frau Maria Forster, die am 30.09.2015 von Marie-Luise Herber im Amt der Heimat- und Kulturpflegerin abgelöst wurde.

 

Abschließend wünschen wir Euch, stellvertretend für alle Wustweiler Bürger, eine gesegnete Weihnachtszeit, einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein glückliches und gesundes Jahr 2016.


Knut Kirsch Maria Luise Herber Hans Dieter Schwarz
Ortsvorsteher Heimat- und Kulturpflegerin 2. Schriftführer HVV

 

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